Es ist traurig, aber zu seinem Geburtstag wird er nichts von mir hören und vermutlich auch danach erstmal nicht. Solange ich keine Erklärung oder besser gesagt Entschuldigung erhalten habe, werde ich mich nicht bei ihm melden. Irgendwann reicht es einfach!
Montag, 27. September 2010
Es reicht!
Wie konnte ich nur für eine Sekunde glauben, dass J. sich Zeit für mich nimmt?! Wie naiv ich doch bin! Es war reine Zeitverschwendung. Ich hätte den Kontakt zu ihm gar nicht wieder aufnehmen sollen. Dann hätte ich am Wochenende keine Tränen vergossen und mir einige Aufreger erspart. Aber man ist leider immer erst im Nachhinein klüger.
Freitag, 24. September 2010
Heute?
Heute ist der Tag, der Tag an dem ich J. wiedersehe. Nun ja, ich sollte besser "vielleicht" sagen... So wirklich überzeugt bin ich nämlich noch nicht, ob ich ihn tatsächlich nach über 2 Monaten wiedersehe. Ich hoffe er begreift, dass es so ziemlich seine letzte Chance ist. Immerhin habe ich doch versucht ihm deutlich zu machen, dass es an ihm liegt, ob unsere Freundschaft weiter aufrecht erhalten werden kann. Ich möchte doch einfach nur mal wieder von Angesicht zu Angesicht mit ihm reden, ihm nahe sein, ihn.... ach, ich sollte endlich mal versuchen realistisch zu denken. Die Wahrscheinlichkeit, dass er seinen Freitag für mich opfert, ist nun mal gering...
Sonntag, 19. September 2010
Aktualisierung
Der letzte Eintrag ist nun schon über 4 Wochen alt und dabei gibt es eigentlich jede Menge zu erzählen. Doch ich konnte mich nie dazu aufraffen hier alles nieder zu schreiben. Jetzt versuche ich einfach mal in Kurzfassung zu erzählen, was denn die letzten Tage und Wochen so passiert ist.
Nun ja, wo beginne ich am besten? Arbeit? Leben in Münster? Liebe?
Also der Reihe nach.
Auf der Arbeit ist alles unverändert. Ich fühle mich wohl, ich verstehe mich mit dem Großteil meiner Kollegen super gut und mir macht die Arbeit wirklich Spaß. Wenn ich mal nicht da bin, verzweifeln schon einige Mitarbeiter, weil ich mittlerweile schon eine riesige Unterstützung bin. Das freut mich immer wieder zu hören. Die meisten möchten auch, dass ich dort meine Ausbildung im Sommer anfange. Ich selbst bin davon allerdings noch nicht so richtig überzeugt. Ich spiele nämlich nun doch mit dem Gedanken zu studieren, aber was steht noch nicht fest.
Mein Leben in der WG und allgemein in Münster ist ganz in Ordnung. Ich brauche nach der Arbeit einfach Zeit für mich und möchte am liebsten keinem in der WG begegnen, weil ich erstmal zur Ruhe kommen muss und den stressigen Tag verarbeiten muss. Von der Stadt bekomme ich im Prinzip auch nicht viel mit, denn ich bin ja täglich auf der Arbeit oder am Wochenende zu Hause. Dieses Wochenende war ich zum ersten Mal komplett in Münster und bin nicht heim gefahren. Ich musste jedoch arbeiten, aber dafür hat mich eine Freundin besucht und wir waren etwas essen und Cocktails trinken. Doch so lernt man hier auch nicht alles kennen. Aber das kommt sicher noch, schließlich wohne ich erst (oder besser gesagt schon) 2 Monate in Münster.
Und jetzt zum wohl spannendsten Thema ;) Ich habe vor einiger Zeit jemanden in Münster auf einer Party kennengelernt. Dort waren nur Mitarbeiter von meiner Arbeit und er (ich nenne ihn mal P.) P. und ich haben uns von Anfang an gut verstanden, fast so als würden wir uns schon ewig kennen. An dem besagten Abend lief dann auch was zwischen uns und er verbrachte die Nacht bei mir. Erst dachte ich es wäre nichts weiter als ein One-Night-Stand gewesen, aber P. gab mir seine Handynummer, sagte ich soll ihn doch bitte bald besuchen kommen (dazu muss ich sagen, dass er mal in Münster gewohnt hat und nun wieder bei seinen Eltern wohnt, welche in der Nähe meines Heimatsort leben), küsste mich immer wieder und wollte am nächsten Morgen gar nicht gehen. Er war einfach total süß. Von dem Tag an schrieben wir jeden Tag SMS und er betonte immer wieder, wie toll ich denn sei und dass er mich wiedersehen möchte.
Letzte Woche Sonntag kam es dann nach 2 1/2 Wochen endlich zu dem Treffen. Es war perfekt. Ich glaube, ich kann behaupten, dass es einer der schönsten Abende in meinem Leben war. Die Zeit verflog und ich wäre am liebsten noch deutlich länger geblieben, denn ich wusste, es ist ein Abschied für länger...
Ihr denkt jetzt sicher, dass P. und ich uns bald wiedersehen werden, aber das wird nicht der Fall sein. Vermutlich sehe ich ihn nie wieder, denn er ist vor einpaar Tagen für sein Studium nach Berlin gezogen. Seit er nun dort ist, hat er sich nicht mehr gemeldet, was ich sehr schade finde. Aber ich bin mir von Anfang an darüber im Klaren gewesen, dass das mit P. und mir nichts ernstes werden kann. Die Entfernung ist einfach zu groß. Ich hätte ihn gerne noch näher kennengelernt, doch es sollte einfach nicht sein.
Es gibt aber noch weitere Neuigkeiten, und zwar schreibe ich seit dieser Woche wieder mit J. Ich konnte es nicht länger aushalten nichts von ihm zu hören. Daher habe ich ihm einen Brief geschrieben, indem ich ihm erklärt habe, was ich über die letzten Monate denke. Ich habe auch versucht meine Gefühle zu beschreiben... na ja... es ist halt J. und ohne ihn gehts einfach nicht. Er hat mir in vielen Punkten Recht gegeben und mir dadurch gezeigt, dass es möglich ist etwas an der Situation zu ändern und vielleicht einfach von vorne zu beginnen... also mit unserer Freundschaft. Ich habe ihm direkt angeboten sich nächsten Freitag mit mir zu treffen, um in Ruhe reden zu können. Nur so finde ich heraus, ob ich ihm noch etwas bedeute und was mit ihm los war. Daher habe ich schon recht hohe Erwartungen an den Tag... allerdings kenne ich J. zu gut und sollte mich wohl eher auf eine Enttäuschung einstellen...
Mittwoch, 18. August 2010
Er fehlt mir trotzdem...
Nun ist es 2 Wochen her, dass ich nichts mehr von J. gehört habe. Komischerweise war mir das bis gerade eben total egal bzw. ich habe die ganze Zeit nicht an ihn gedacht. Aber als ich mir gerade eine Serie angeschaut habe, habe ich doch wieder festgestellt, dass er mir fehlt... Es ist schrecklich, dass ich ihn nicht einfach vergessen kann. Die Entfernung trägt zwar schon einen Großteil dazu bei, aber die Vergangenheit holt mich leider Hin und Wieder ein...Die Arbeit lenkt mich jedoch 8 bis 9 Stunden am Tag ab, sodass ich nur abends/nachts dazu komme an J. zu denken. Aber wenn ich mich dann in dieser Phase befinde, ist es unerträglich. Ich weiß nicht, was er zurzeit macht, mit wem er etwas zu tun hat oder wie es ihm geht. Schon traurig, da wir sonst fast täglich Kontakt hatten...
Na ja, es bleibt mir nichts anderes übrig als weiterhin die Gedanken an ihn zu verdrängen. Nochmal bei ihm angekrochen kommen... nein danke, das erspare ich mir. Wenn ich jemals wieder mit ihm reden sollte, muss Interesse von seiner Seite aus bestehen. Eigentlich ist es schockierend zu merken, dass ich ihm nicht im Geringsten fehle...
Montag, 9. August 2010
ein Leben ohne ihn?!
Nun habe ich bereits meine zweite Arbeitswoche begonnen und bin immer noch glücklich über die Situation. Es macht einfach mega viel Spaß dort :)
Heute stand ich jedoch den ganzen Tag neben mir. Das hatte wohl etwas mit J. zu tun. Und zwar habe ich ihm am Samstag folgenden Text geschickt:
Weißt du, wenn ich über die letzten Monate so nachdenke, wird mir klar, dass du mich im Grunde einfach nur verarscht hast. Wie ich darauf komme? Falls du dich erinnerst, hab ich am 1. Mai, als wir bei mir nachts noch im Garten saßen, gesagt, dass ich das Gefühl hab du verarscht mich eh wieder nur. Du meintest, dass würdest du niemals tun und das hast du auch nie getan. Mhm… und jetzt? Ich hatte verdammt noch mal Recht! Im Mai war noch alles super… wir haben uns oft gesehen, fast jeden Abend geschrieben… dann versetzt du mich an dem einen Abend, wo wir zur 10ner Party wollten… 2 Wochen später hälst du es dann gar nicht mehr für nötig dich zu melden. Bis heute hat sich das nicht wirklich geändert. Du bemerkst nicht einmal, wenn ich dich im ICQ lösche und dich scheint es nicht im Geringsten zu interessieren, wie es mir in Münster und auch sonst so geht.
Ich frage mich langsam echt, warum ich eigentlich immer wieder den Kontakt bzw. das Gespräch zu dir suche… im Grunde hat es ja gar keinen Sinn, da du ja „immer unterwegs“ und „nur kurz online“ bist. Wenn ich dir tatsächlich etwas bedeuten würde, würdest du dir auch mindestens einmal die Woche Zeit nehmen und mir wenigstens eine SMS schreiben (Zeitaufwand maximal 2 Minuten). Aber nein, das ist ja zu viel erlangt!
Ich weiß nicht, wie es momentan bei dir aussieht, aber wenn ich dir mal schreibe hast du „Besuch“… für mich hört sich das mittlerweile so an als hättest du wen neues (oder auch altes) am Start. Soll mir egal sein, aber wenn dir unsere „Freundschaft“ noch etwas bedeutet, dann würde ich mich an deiner Stelle heute oder morgen mal melden. Ansonsten war es das (und diesmal meine ich das todernst!!!!).
Ich frage mich langsam echt, warum ich eigentlich immer wieder den Kontakt bzw. das Gespräch zu dir suche… im Grunde hat es ja gar keinen Sinn, da du ja „immer unterwegs“ und „nur kurz online“ bist. Wenn ich dir tatsächlich etwas bedeuten würde, würdest du dir auch mindestens einmal die Woche Zeit nehmen und mir wenigstens eine SMS schreiben (Zeitaufwand maximal 2 Minuten). Aber nein, das ist ja zu viel erlangt!
Ich weiß nicht, wie es momentan bei dir aussieht, aber wenn ich dir mal schreibe hast du „Besuch“… für mich hört sich das mittlerweile so an als hättest du wen neues (oder auch altes) am Start. Soll mir egal sein, aber wenn dir unsere „Freundschaft“ noch etwas bedeutet, dann würde ich mich an deiner Stelle heute oder morgen mal melden. Ansonsten war es das (und diesmal meine ich das todernst!!!!).
Und ihr könnt euch denken, dass er sich natürlich nicht gemeldet hat. Die Vorstellung, dass ich ihm rein gar nichts mehr bedeute und es ihm völlig gleichgültig ist, wie es mir geht, macht mich fertig. Ich habe mich oft mit diesem Gedanken auseinander gesetzt, aber jetzt ist es eindeutig und so langsam realisiere ich dies auch. Das war es jetzt, und zwar für immer! Ich will nie wieder in meinem Leben etwas mit ihm zu tun haben! Er hat es sich komplett verbaut!
Gestern Abend als feststand, dass er sich tatsächlich nicht mehr melden wird, war ich total am Ende. Ich habe nur noch geweint und mir die Frage gestellt, warum ich ihm die letzten Wochen immer wieder hinterher gelaufen bin. Ich hätte schon viel früher diesen Schlussstrich ziehen sollen. Ich habe es ja auch schon einige Male probiert und dann hat es leider nicht ganz geklappt, aber jetzt wo ich in Münster bin und ihm nicht mehr über den Weg laufe, wird es mir hoffentlich leichter fallen ihn endgültig zu vergessen.
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